Krebs ist eine der meistgefürchteten Erkrankungen. Diese Bezeichnung steht für eine Reihe der Krankheiten, welche durch bös- oder gutartige Tumore entstehen und beim Menschen zu Mutationen der Zellen führen. Bösartige Tumore gelten als lebensbedrohlich. Sie verdrängen allmählich gesundes Gewebe im ganzen Körper. Nach den Herzkreislauferkrankungen sind Krebskrankheiten in den westlichen Industrieländern die zweithäufigste Todesursache. Bei Frauen ist die häufigste Krebsart Brustkrebs, bei Männern hingegen Prostatakrebs.

Entstehung

Die Ursache der Krebsentstehung ist erblich bedingt. In den Erbanlagen entstehen irreversible Schäden. Betroffen sind dabei die Reparaturgene, die Tumorsuppressor-Gene und die Onkogene. Diese treten ebenso in gesunden Zellen auf. Sie sind für das Wachsen und Reifen der Zellen verantwortlich. Durch die Onkogene wird das Zellwachstum gefördert, während es die Tumorsuppressor-Gene unterdrücken. Kommen in den Genen, welche für das Zellwachstum sowie dessen Unterdrückung zuständig sind, Mutationen vor, behebt im Körper das Reparatursystem im Normalfall die Schäden. Kann es den Schaden keineswegs regulieren, kommt es zum riskanten Ungleichgewicht. Die Zellteilung findet statt, selbst wenn keinerlei neue Zellen von dem Körper gebraucht werden. Es erfolgt ein unkontrolliertes Wachsen der Zellen und damit die Bildung von Gewebeüberschuss. Dieser macht sich als Geschwulst bemerkbar. Er kann bös- oder gutartig sein. Es ist möglich, dass Tumore im Lauf der Zeit entstehen, jedoch ebenso vererbt werden. Die Ursachen können keineswegs präzise bestimmt werden. Was allerdings zu Mutationen führen und somit Krebs auslösen kann, sind ein starker Alkoholkonsum, Rauchen, eine übermäßige Einwirkung des Sonnenlichts oder ebenso Infekte mit manchen Krankheitserregern, wie etwa den Humanen Papillomaviren. Eine Krebserkrankung kann sich schleichend einnisten oder ebenso aggressiv und schnell verlaufen. Zwischen dem Entstehen einer einzelnen Krebszelle sowie dem Ausbrechen einer nachweisbaren Krebskrankheit können Jahre vergehen, was die Therapie zusätzlich erschwert.

Symptome

Allgemeingültige erste Beschwerden für Tumore und damit einhergehende Mutationen gibt es keineswegs. Lebensbedrohliche Krebsformen rufen anfangs oft keinerlei offensichtliche Symptome hervor. Erst während eines fortgeschrittenen Stadiums treten spürbare Anzeichen auf. Diese hängen davon ab, welches der Organe befallen ist. Von Fall zu Fall kann das variieren. Bei Hautkrebs treten Veränderungen der Haut auf, zum Beispiel durch auffällige Leberflecken. Betroffene bemerken bei Darmkrebs eine Blutung im Stuhlgang. Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel können bei Hirntumoren vorkommen, während Lungenkrebs zu ständigem Husten führt. Es kann allerdings grundsätzlich nie exakt gesagt werden, ob diese Beschwerden als Anzeichen für Krebs gelten. Auch kommen einige weitere Ursachen infrage, wie zum Beispiel Hämorrhoiden als Auslöser für Blut im Stuhlgang oder Husten, welcher aufgrund einer Erkältung verursacht wird. Man sollte demnach keineswegs gleich in Panik geraten, wenn man Symptome dieser Art bemerkt. Der Auslöser kann durchwegs harmlos und eine Behandlung unkompliziert sein. Jedoch ist es ratsam, die Beschwerden und vor allem die Schmerzen, die vorkommen können, von einem Mediziner beurteilen zu lassen. Für eine lang anhaltende Gesundheit ist Vorsorge sehr wichtig. Umso früher ein Arzt beim Untersuchen die Krankheit feststellt, desto größer sind bei Krebs die Genesungschancen.

Behandlung

Krebstherapien werden für Patienten individuell je nach Art der Krankheit festgelegt. Diese hängen zum Beispiel von der Krebsform, den entsprechenden Beschwerden, der Ausprägung, dem Stadium, der Lage oder auch vom Alter des Patienten ab. Weiterhin können ebenso einige aufeinander abgestimmte Behandlungen angewendet werden. Mögliche Therapien bei Krebs sind Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie, molekularbiologische Therapie, Hyperthermie, Hormontherapie oder Anti-Hormontherapie.